Held*innenreise Spezial: Keine Angst mehr, oder Rebekka's Weg zu sich selbst
In dieser Special‑Episode des Pirate Talks sprechen Kerstin und Flo mit Rebekka, einer langjährigen Teilnehmerin der Held*innenreise und vieler Folgeformate.
Rebekka arbeitet in der kirchlichen Jugendarbeit, ist Mutter von drei Kindern und hat sich selbst über mehrere Reisen hinweg tiefgehend verwandelt. Was für sie mit einem spontanen Impuls begann, entwickelte sich über Jahre hinweg zu einem Weg innerer Entwicklung – körperlich, emotional und spirituell.
Sie erzählt, wie Angst gewichen ist, wie der Körper zum Kompass wurde und wie nachhaltige Veränderung in kleinen, kaum merklichen Schritten geschieht.
Ein Erfahrungsbericht über Transformation, Körperwissen, innere Heilung und die Kraft von echter Verbindung.
Transformation sichtbar gemacht
Schon der Einstieg in Rebekkas Geschichte wirkt wie ein Bild für das Unsichtbare: Als sie nach ihrer ersten Held*innenreise wieder zu einem Seminar kam, erkannte Philipp, einer der Leiter, sie zunächst nicht wieder. So sehr hatte sich ihr Ausdruck, ihre Energie, ihr Wesen verändert. Diese sichtbare Wandlung ist für Rebekka selbst erstaunlich, sie selbst hatte sich täglich im Spiegel gesehen, ohne diesen Unterschied so deutlich zu spüren. Es zeigt: Innere Prozesse wirken nach aussen. Nicht plötzlich, sondern durch tiefe Bewegung, die sich nach und nach auch im Körper zeigt.
Von Angst zu Vertrauen
Ein Schlüsselmoment war für Rebekka der Moment, als sie merkte, dass sie keine Angst mehr hatte, allein im Wald zu sein. Früher war diese Angst ein ständiger Begleiter – heute kann sie alleine wandern, draussen schlafen und sich sicher fühlen. Diese Veränderung geschah danach, im Alltag. Und gerade das zeigt, wie tief die Wirkung solcher Prozesse gehen kann. Es ist ein wachsendes inneres Vertrauen, das bleibt.
Der Körper als Schlüssel
Rebekka spricht auch darüber, wie sehr die Verbindung zum Körper für sie zur Grundlage des Wandels wurde. In Ritualen, in Bewegung, über Bilder und Haltungen konnte sie Zugänge finden, die über Worte hinausgingen. Besonders eindrücklich war für sie die Lover’s Journey, in der sie eigene Anteile erkennen, benennen und sogar verkörpern konnte. Die Posen, die damals entstanden, das Bild der inneren Figuren – all das ist geblieben. Noch heute hängt dieses Bild in ihrem Schlafzimmer und hilft ihr, sich in herausfordernden Momenten neu zu orientieren.
Co-Healing erleben
Eine der stärksten Erfahrungen für Rebekka war das gemeinsame Heilen – das sogenannte Co-Healing. Das Dabeisein, das Mitfühlen mit anderen hat bei ihr etwas in Bewegung gebracht. Sie beschreibt, wie es oft berührender war, die Prozesse der anderen mitzuerleben, als selbst im Mittelpunkt zu stehen. Die Verbindung, das Gesehenwerden, das Mittragen – all das wird zu einem Heilungsfeld, das weit über das Individuelle hinausgeht.
Lernen fürs Leben
Was Rebekka aus jedem Format mitnimmt, ist kein fertiges Konzept. Es ist ein lebendiger Lernprozess, der immer weitergeht. Sie beschreibt, wie sie mit jedem Schritt – ob bei Family Circles, im Schattenprozess oder in den Raunächten – neue Aspekte von sich selbst entdeckt hat. Nicht, weil etwas „geheilt“ oder „gelöst“ wurde, sondern weil sie sich tiefer verstanden hat. Und weil sie den Mut gefunden hat, sich dem zuzuwenden, was lange verborgen war.
Tiefe Integration im Alltag
Was auf der Reise erlebt wird, bleibt nicht in Davos. Für Rebekka lebt vieles davon weiter – in ihrem Körper, in ihrer Erinnerung, in ihren Beziehungen. Ob eine Pose aus dem Seminar, eine Szene im Wald oder eine Geste der Begegnung: All das kann sie abrufen, wenn es im Alltag darauf ankommt. Diese Integration ist eine Haltung. Eine Art, sich selbst und dem Leben zuzuwenden – bewusster, weicher, präsenter.
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