Start with who

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Start with who

 

 

Im Business wird oft über Strategien gesprochen. Über Ziele. Über Visionen. Über das berühmte „Warum“. Doch was, wenn die entscheidendere Frage eine ganz andere ist?

 

Mit wem mache ich das überhaupt?

 

In dieser Episode von Pirate Talks verschiebt Flo genau diesen Fokus. Weg von Purpose und Performance – hin zur Qualität der Menschen, mit denen wir Zeit verbringen und Dinge erschaffen.

  

 

Die unterschätzte Kraft des „Who“

Viele Entscheidungen im Business basieren auf Logik:

  • Wer bringt welche Skills mit

  • Wer ist am effizientesten

  • Wer passt strategisch ins Projekt

Das funktioniert oft. Zumindest kurzfristig. Doch gerade für vielwahrnehmende Menschen, Scanner-Persönlichkeiten und neurodivergente Gründerinnen und Gründer zeigt sich schnell eine andere Wahrheit: Nicht jede Zusammenarbeit fühlt sich gleich an. Manche Menschen kosten Energie. Andere geben Energie. Und genau hier beginnt die eigentliche Frage:

Wer darf in mein System?

  

 

Energie ist kein esoterisches Konzept

Flo beschreibt sehr konkret, was passiert, wenn Menschen in „sein Feld“ kommen. Ein Beispiel: Ein fremder Mensch setzt sich im Zug dazu. Die Energie im Raum verändert sich sofort. Unruhe, Druck, Getriebenheit. Und dann steigt diese Person aus, und plötzlich wird es wieder ruhig.

Dieses Gefühl kennen viele, sprechen aber selten darüber.

Gerade vielwahrnehmende Menschen registrieren diese Unterschiede sehr deutlich. Für sie ist es nicht egal, mit wem sie Zeit verbringen oder zusammenarbeiten.

 

 

Zusammenarbeit jenseits von Nutzen

Ein spannender Perspektivwechsel entsteht, wenn man sich von der reinen Nutzenlogik löst.

 

Statt zu fragen:

Was bringt mir diese Person?

entsteht eine andere Frage:

Bin ich gerne mit dieser Person?

 

Flo beschreibt, dass sich seine Zusammenarbeit genau in diese Richtung verändert hat. Weniger Fokus auf Rollen, Skills und klare Zwecke. Mehr Fokus auf gemeinsames Sein.

Und genau daraus entstehen oft Dinge, die vorher gar nicht geplant waren:

  • neue Ideen

  • neue Projekte

  • unerwartete Lösungen

Nicht durch Druck, sondern durch Verbindung.

 

 

Warum Skills nicht ausreichen

 

Natürlich sind Fähigkeiten wichtig. Natürlich braucht es Struktur, Umsetzung und Kompetenz. Doch sie sind nicht alles. Ein Team kann perfekt zusammengestellt sein und trotzdem nicht funktionieren. Ein Projekt kann logisch sinnvoll sein – und sich trotzdem falsch anfühlen.

Der entscheidende Unterschied liegt oft in den Arbeitspräferenzen: 

  • Wie arbeitet jemand?

  • Wie trifft jemand Entscheidungen?

  • Wie geht jemand mit Struktur um?

Diese Faktoren werden häufig unterschätzt, obwohl sie im Alltag über Erfolg oder Frust entscheiden.

 

 

Arbeitspräferenzen als Schlüssel zur Zusammenarbeit

Flo beschreibt, wie hilfreich es ist, die Arbeitsweise von Menschen wirklich zu verstehen. Nicht nur oberflächlich, sondern konkret: 

  • Braucht jemand Struktur oder Freiheit?

  • Arbeitet jemand spontan oder geplant?

  • Denkt jemand schnell oder braucht Zeit zum Nachfühlen?

Wenn diese Dinge sichtbar werden, verändert sich die Zusammenarbeit sofort. Missverständnisse werden weniger. Konflikte werden klarer. Kommunikation wird ehrlicher.

  

 

Eine neue Sprache der Zusammenarbeit

 

Ein besonders wichtiger Punkt ist die Art, wie wir miteinander sprechen. Statt Anforderungen einfach zu formulieren:

„Ich brauche das Excel bis morgen“

entsteht eine andere Form der Kommunikation:

„Ich weiss, Struktur ist nicht deine Präferenz, aber ich brauche sie jetzt für diesen Kontext“

Der Unterschied ist subtil, aber entscheidend. Die Person wird gesehen. Ihre Art wird respektiert. Und trotzdem bleibt die Klarheit bestehen.

  

 

Wenn es trotzdem nicht passt

Auch mit allem Verständnis, aller Reflexion und allen Tools gibt es keine Garantie. Manche Konstellationen funktionieren einfach nicht. Manche Energien passen nicht zusammen. Und das ist kein Fehler.

Flo beschreibt, dass genau hier oft Klarheit entsteht. Nicht durch lange Konflikte, sondern durch das ehrliche Erkennen eines Mismatches.

 

 

Fazit: Mit wem willst du deinen Weg gehen

In einer Welt, die stark auf Leistung, Output und Effizienz fokussiert ist, wirkt diese Perspektive fast radikal.

Doch sie ist gleichzeitig sehr einfach:

 

Menschen bestimmen die Qualität deiner Arbeit.

Menschen bestimmen deine Energie.

Menschen bestimmen, wie sich dein Alltag anfühlt.

 

Die Frage ist also nicht nur, was du aufbauen willst. Die entscheidendere Frage ist: Mit wem willst du es tun.  Denn am Ende entsteht alles im Miteinander.

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